Kreistags-Fraktion Birkenfeld: Truppenübungsplatz wäre für Windenergiepark gut geeignet
Truppenübungsplatz würde dringend gebraucht um die im Umweltschutzkonzept für den Kreis Birkenfeld vorgeschlagenen Windkraftanlagen zumindest zum Teil aufzunehmen
Tanja Krauth, die Vorsitzende des Kreisverbandes und der Kreistags-Fraktion DIE LINKE Birkenfeld begrüßt es, dass inzwischen auch bekannte SPD-Kommunalpolitiker wie der Kreisvorsitzende der AfA, Herr Stefan Worst, und der Vorsitzende des Kreisbauernverbandes und Ortsbürgermeister von Brücken, Herr Karl-Otto Engel, öffentlich sagen, dass die Fokussierung auf das Militär nachteilig für die wirtschaftliche Entwicklung des Kreises Birkenfeld sei, bzw. der Truppenübungsplatz Baumholder spätestens bei der nächsten Bundeswehrreform wieder vor dem Aus stehen kann.
Krauth: „Alle Jahre wieder stehen die Militär-Standorte im Kreis Birkenfeld auf dem Prüfstand und die Beschäftigten müssen um ihre unsicheren Arbeitsplätze bangen. Im Interesse der beim Militär Beschäftigten wäre es wichtig, sich endlich Gedanken über alternative Wirtschaftsförderung und Konversionsprojekte für den Klotzberg, die Heinrich-Hertz-Kaserne und auch den Truppenübungsplatz zu machen.
Durch Konversionsprojekte wurden in der Vergangenheit gerade in Rheinland-Pfalz mehr und besser bezahlte Arbeitsplätze geschaffen, als durch den Wegfall der Standorte verloren gingen. Wir sind der Meinung, dass Militär und Militäranlagen im Kreis Birkenfeld eine zukunftsfähige Entwicklung bei der Wirtschaftsförderung und insbesondere im Bereich Tourismus verhindern.
Zudem wird durch die tieffliegenden Miltär-Jets im Zusammenhang mit dem BOMBODROM Baumholder die Gesundheit vieler Menschen aufs Spiel gesetzt. Und Gesundheit lässt sich bekanntlich auch durch Geld nicht kaufen!“
Im Unterschied zu Herrn Engel, der den Nationalpark am liebsten auf dem Truppenübungsplatz sehen würde benötigt aus Sicht der Kreistags-Fraktion DIE LINKE, auch im Hinblick auf den im Umweltschutzkonzept des IFAS vorgesehenen massiven Ausbaus der Windenergie, der Kreis Birkenfeld den Truppenübungsplatz dringend zum Aufstellen von Windkraftanlagen. Mindestens 30 % des Platzes sind aus Expertensicht für Windkraftanlagen geeignet.
Wie von der LINKEN bereits mehrfach erwähnt, könnte ein in Eigenregie auf dem Platz betriebener Windpark, an dem alle Kommunen des Kreises solidarisch beteiligt werden, erhebliche Einnahmen für Kreis und Kommunen generieren und gleichzeitig eine Verspargelung der Landschaft außerhalb des Truppenübungsplatzes vermindern. Der Wegfall des Fluglärms käme darüber hinaus noch dem Tourismus und dem Nationalpark zugute.
(rab)
