Karin Feulner - Offener Brief an Landrat Dr. Schneider wegen Fluglärm
Erneut wurden bis in die Nacht hinein viele Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Birkenfeld durch militärischen Fluglärm in ihrer Abend- und Nachtruhe gestört bzw. aus dem Schlaf gerissen.
Sehr geehrter Herr Landrat Dr. Schneider,
in den Abendstunden des 28. April 2015 wurden erneut bis in die Nacht hinein viele Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Birkenfeld durch militärischen Fluglärm in ihrer Abend- und Nachtruhe gestört bzw. aus dem Schlaf gerissen.
Gerade vor wenigen Tagen wurde der Landkreis Birkenfeld umbenannt und schmückt sich nun mit dem Titel "Nationalpark-Landkreis", um Akzente zu setzen für Naturschutz und sanften Tourismus.
Unsere Region befindet sich unter einem speziell freigegebenen Luftraum für militärische Übungszwecke, der nicht nur von deutschen Militärs, sondern auch von verbündeten NATO-Staaten rege genutzt wird. Im Klartext soll das heißen: "Der Hunsrück ist so dünn besiedelt, dass Bevölkerung (und Besucher/innen) eine solche Lärmbelästigung und Gesundheitsgefährdung zugemutet werden kann".
Über die Hotline der Luftwaffe (Tel. 0800-8620730) habe ich mich hierüber erkundigt und beschwert. Ich fordere Sie und auch die Bevölkerung des Landkreises auf, sich unter dieser Telefonnummer ebenfalls zu beschweren.
Abgesehen von der sinnlosen Verschwendung von Steuergeldern und rücksichtslosem Verhalten des Militärs gegenüber der Bevölkerung., stellt sich mir die Frage nach der Flugtauglichkeit der Militärjets! Wenn sie so fliegen, wie die HK-G36-Gewehre schießen, müssten die Fluggeräte uns - rein statistisch betrachtet - bald auf den Kopf fallen.
Bitte setzen Sie sich als Landrat für den Schutz unserer Region ein und mit den zuständigen Militärbehörden und verantwortlichen Politiker/innen in Verbindung!
Ansonsten werden alle Bemühungen einer strukturschwachen Region um Tourismus, Naturschutz und der damit verbundenen Lebensqualität und Hoffnung auf Stabilisierung der Bevölkerungszahl zur Farce! Bei einer solchen Lärmkulisse bleibt weder ein Schwarzstorch, noch ein Tourist.
Mit freundlichen Grüßen
Karin Feulner
Mitglied im Verbandsgemeinderat Herrstein
DIE LINKE
