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Linkskugend solid Idar-Oberstein/Birkenfeld nahm an der Gegen-Demonstration zu "Saarländer gegen Salafisten" teil

Björn Knerr

Am Samstag den 22.11.2014 fand eine fremdenfeindliche Kundgebung unter dem Motto „Saarländer gegen Salafisten“ (SAGESA) in Völklingen statt...

Linkskugend solid Idar-Oberstein/Birkenfeld nahm bei der Gegen Demonstration zu "Saarländer gegen Salafisten" teil.


Am Samstag den 22.11.2014 fand eine fremdenfeindliche Kundgebung unter dem Motto „Saarländer gegen Salafisten“ (SAGESA) in Völklingen statt. Anmelder war der ehemalige stellvertretende Landesvorsitzende der NPD Rheinland-Pfalz „Sascha Wagner“. An der Veranstaltung nahmen etwa 250 Personen teil.


Ein starkes Bündnis aus Parteien, Gewerkschaften, antifaschistischer Gruppen und Einzelpersonen, welches an der Demonstration „Völklingen ist bunt, nicht braun“ teilnahm, brachte es auf eine Zahl von ca. 350. Angemeldet hatte diese der Linken Stadtratsabgeordnete Paul Ganster.


Während die Teilnehmer der Sagesa-Kundgebung sich auf dem Hindenburg-Platz einfanden, fand die Gegenveranstaltung auf dem Otto-Hemmer-Platz statt. Auffallend war, dass Bierdosen in den Händen mancher, zum Versammlungsort wankelnder Sagesa-Teilnehmer, auszumachen waren, während hingegen bei den Antifaschisten ein Flaschen- und Dosenverbot zu den Demonstrationsauflagen zählte. Sowohl durch die Lage des Rathauses, als auch durch ein Großaufgebot der Polizei, war ein Sichtkontakt der beiden Gruppen, während der Durchführung ihrer Veranstaltungen, kaum möglich.


Nach etwa einer guten Stunde endete der groteske Aufmarsch der Rechtsextremisten ohne bis dato größerer Zwischenfälle. Durch den Lautsprecherwagen der Polizei wurden sie aufgefordert den Heimweg anzutreten. Die ersten Teilnehmer der Gegenveranstaltung begannen nun auch sich vom Ort des Geschehens zu entfernen. Personen, die mit dem Zug angereist waren, blieben vor Ort um gemeinsam den Weg Richtung Bahnhof zu beschreiten. Wie sich herausstellte kamen nicht alle Neo-Faschisten der Aufforderung der Polizei nach, sondern blieben in etwa 8-Personen starken Gruppen in der Stadt um nach versprengten Antifaschisten zu suchen. Auch dies konnte, allerdings nur durch wiederholte Aufforderung an die Polizei, unterbunden werden.


Fazit: Bedenkt man, dass nahezu zeitgleich in Remagen der größte Aufmarsch der Rechtsextremisten in Rheinland-Pfalz stattfand, ist es umso erschreckender, dass sich 250 rechtsgerichtete Bürger dazu mobilisieren ließen in Völklingen für Fremdenhass auf die Straße zu gehen. Nun lässt sich nur schwer einschätzen wie viele Teilnehmer tatsächlich der organisierten Neo-Nazi-Szene zuzuordnen sind und wie viele „nur“ einem Motto auf dem Leim gegangen sind, welches für den ein oder anderen unterstützenswert klingt. Gerade als bekennende Antifaschisten, dürfen wir es nicht zulassen, dass rechte Demagogen sich die vermeintlichen Ängste der Bevölkerung zu Eigen machen um somit weiter in die Mitte der Gesellschaft vorzustoßen.


Björn Knerr

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